Auszeichnung vom ‚Dienstherren‘: Jörg Wiesehöfer, Warsteiner LWL-Mitarbeiter, hat die „Idee des Jahres 2015“

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LWL-Direktor Matthias Löb und der Leiter der LWL-Haupt- und Personalabteilung, Karl-Heinz Kötterheinrich, gratulieren Jörg Wiesehöfer (Mitte). Foto: LWL

Auch mein ‚Hautparbeitgerber‘, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), hat ein Ideenmanagement vor einigen Jahren eingerichtet. In vielen Einrichtungen, die über eine gewisse Anzahl von Mitarbeitern verfügen, ist ein Vorschlagswesen zu finden. Dieses nicht ohne Grund: warum sollten Unternehmen die Kreativität seiner Beschäftigten nicht nutzen? „Wichtig ist hierbei, dass das Einbringen der Beschätigten entsprechend wahrgenommen und gewertschätzt wird“, meint mein Kooperationspartner und Freund Johannes Stienen.

Inzwischen habe ich über ein dutzend Vorschläge bei meinem Arbeitgeber eingereicht. Dieses hängt, neben meiner Verbundenheit mit dem LWL, auch mit einer bestimmten Einstellung zu Problemen bzw. mit dessen Lösung zusammen. Ich schaue lösungsfokusiert auf Problemstellungen: Oft kann man sich über viele Dinge ärgern, aber diese Energie spare ich mir und wandel das Problem in eine Idee um.

Die gleiche Einstellung vertrete ich natürlich auch bei meinen Kundinnen und Kunden und weiteren Projekten.

Zum Thema

Lösungsfokusiert: Die Rettungskarten - die Idee des Jahres - sind schnell umsetzbar.

Eine Rettungskarte zeigt zum Beispiel, wo sich Karosserieverstärkungen, Gasleitungen, Gurtstraffer oder Airbags befinden. Foto: LWL

Rund 4.800 Fahrten mit dem Dienstwagen zählt allein der Fuhrpark der LWL-Hauptverwaltung jährlich. LWL-Beschäftigte fahren täglich zu Terminen in ganz Westfalen-Lippe – im Jahr sind das über eine Million Kilometer, die sie auf den Straßen der Region unterwegs sind. Seit wenigen Monaten fährt auch immer eine Rettungskarte hinter der Sonnenblende mit. Diese schematische Darstellung des Autos hilft bei einem Unfall den Rettern, die Autoinsassen möglichst schnell aus dem Wagen zu befreien. Die Idee für diese Neuerung stammt von Jörg Wiesehöfer aus der LWL-Klinik Warstein, der am Montag dafür von LWL-Direktor Matthias Löb und dem Leiter der LWL-Haupt- und Personalabteilung, Karl-Heinz Kötterheinrich, der zugleich Vorsitzender der Zentralen LWL-Ideenkommission ist, mit der „Idee des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Inhalt der Rettungskarte

Die Rettungskarte zeigt den Aufbau des Autos von oben und von der Seite in A4-Größe. Helfer am Unfallort erfahren auf einen Blick, wo sich sicherheitsrelevante Bauteile wie zum Beispiel Karosserieverstärkungen, Gasleitungen, Gurtstraffer oder Airbags befinden. „Während der Rettungsaktion können diese Informationen verhindern, dass ein Airbag ausgelöst wird oder eine Verstrebung den Zugang erschwert. Und sie ermöglichen eine zügige Bergung der Unfallopfer“, sagt Jörg Wiesehöfer, der in der LWL-Klinik Warstein als Gesundheits- und Krankenpfleger und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig ist. LWL-Direktor Matthias Löb lobt den Vorschlag: „Durch die Umsetzung dieser Idee kann der LWL dazu beitragen, dass seine Beschäftigten im Falle eines Unfalls schneller gerettet werden.“ Jörg Wiesehöfer erhielt für seinen Verbesserungsvorschlag eine Anerkennungsprämie.

Ideen nach vorn!

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Dienste der LWL-Haupt- und Personalabteilung setzten die Idee von Jörg Wiesehöfer bereits in die Tat um. Sie luden die entsprechenden Rettungskarten aus dem Internet herunter und statteten jedes Dienstfahrzeug damit aus. Aufkleber auf den Windschutzscheiben der Autos weisen auf die Rettungskarte, die üblicherweise hinter der Sonnenblende steckt, hin.

⇒ Rettungskarte downloaden und Aufkleber kostenlos bestellen.